Bei meinem letzten Spaziergang mit meinem Hund ist mir aufgefallen, dass einige Hunde mit ihrem „Popo“ nach oder während dem Kotabsatz, über den Boden rutschen (typisches Schlittenfahren) und sichtbaren Juckreiz haben.

Und somit habe ich kurzerhand dieses Thema für meinem neuen Blog gewählt.

Eine Analdrüsenentzündung ist eine häufig vorkommende Erkrankung der Analbeutel. Diese erbsengroßen Drüsen liegen links und rechts neben der Öffnung des Afters -bildlich gesehen auf circa 5 und 7 Uhr – und sind mit einem Sekret gefüllt, welches euer Hund für die Duftmarkierung benötigt, etwa um sein Revier zu markieren oder im Rahmen seines Sexualverhaltens.

Bei einer Verstopfung oder Verklebung der Analdrüsen kann dieses Sekret jedoch nicht mehr abgegeben werden. Es wird dann zäh und lässt sich nur noch durch vorsichtiges Massieren herausdrücken. Die Analdrüsen nehmen an Größe zu und behindern zunehmend den Abgang von Kot und Analsekret – und wenn dann zusätzlich Bakterien in die Analbeutel eindringen, können sie eine Analdrüsenentzündung verursachen. Meist noch in Kombination mit Juckreiz und dem typischen Schlittenfahren eures Hundes.

Die Symptome von entzündeten Analdrüsen können folgende sein:

  • häufiges Lecken am After
  • jagen nach der eigenen Rute, Schwanzbeißen
  • typisches Schlittenfahren
  • Abgang von übelriechendem Sekret aus dem After
  • roter, geschwollener Analbereich
  • Schmerzen beim Kotabsatz, schmerzhaftes Kotpressen

Im Normalfall entleeren sich die Analdrüsen eures Hundes automatisch in regelmäßigen Abständen, wenn euer Hund Kot absetzt. Ist der Kot allerdings von zu weicher Konsistenz, werden die Analdrüsen beim Kotabsatz nicht richtig ausgedrückt.

Die Ursache hierfür kann bei der Fütterung liegen, etwa aufgrund eines zu hohen Flüssigkeitsgehalts des Futters. Manche Hunde trinken auch sehr große Mengen, was den Kot weicher werden lässt. Hier können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Bei einigen eurer Hunde kann dies auch eine Veranlagung sein, besonders betroffen sind meist kleinere Hunderassen.

Eine manuelle Entleerung der Analbeutel, sprich ausdrücken des Analsekrets, verschafft eine erste Linderung – ggf. sollte eine Spülung mit einer Kochsalz-Lösung erfolgen, die entzündungshemmend wirkt. Solltet ihr die Entleerung selbst machen, lasst euch dies vorab von eurem Tierheilpraktiker oder Tierarzt zeigen.

Zur Behandlung gibt es alternative Medikamente (z. Bsp. Homöopathie, Bach-Blüten, Komplexmittel, Schüssler-Salze, etc.) die eine Analdrüsenentzündung therapieren und lindern können.

Wenn ihr noch Fragen habt, oder eine Beratung braucht, sprecht mich an – ich bin für euch und euren Vierbeiner da 😊

Eure

Sabine Eschweiler

gepr. Tierphysiotherapeutin

gepr. Tierheilpraktikerin

zert. Tier-Mykotherapeutin

Ernährungsberaterin

www.SabineEschweiler.de